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Soshisha
Das Zentrum fE die Minamatakrankheit
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Grußwort von Harada Masazfoot_bl

SOSHISHA:

Neue Aktionen, ohne das ursprEgliche Ziel aus den Augen zu verlieren

(Harada Masazfoot_bl ist Arzt und Professor an der Kumamoto Gakuen Universität.)

1972 fuhren Sakamoto Shinobu, Hamamoto Tsuginori und andere Minamatapatienten nach Stockholm, wo damals die erste Umweltkonferenz der Vereinten Nationen stattfand. Zum ersten Mal konnten sich Menschen aus anderen Erdteilen einen direkten Eindruck von den Auswirkungen der Minamatakrankheit erlangen. Damit wir niemals die Schäden, die durch diese schreckliche Umweltkatastrophe hervorgerufen worden sind, vergessen werden, und als Antwort auf die Bitten der Betroffenen, eine Behörde einzurichten, die sú€h um ihre Belange kEmern und sie in ihrem langen Kampf unterstEzen soll, wurde 1974 das Zentrum Eer die Minamatakrankheit, SOSHISHA, durch Spendengelder aus Japan und dem Ausland, gegrEdet. Die BEger Stockholms waren die Ersten, die zu dieser Sache beigetragen haben. Seitdem sind 30 Jahre vergangen.

Die Minamatakrankheit ist ein schweres Erbe, das von den Menschen des 20. Jahrhunderts geschultert werden muss und deshalb ist es wichtig, auch zukEftigen Generationen ein korrektes Bild zu vermitteln. Wir mEsen dazu in der Lage sein, das gesamte Ausmaß der Schäden zu erfassen und in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Es ist eine Tatsache, dass die Probleme der Opfer bis heute nicht gänzlich gelöst wurden, oder gar abgeschlossen sind. Ständig mEsen sie sich mit neuen Problemen auseinandersetzen und brauchen immer noch unsere Hilfe und UnterstEzung. Ich hoffe, dass dieses Zentrum den vielen Schwierigkeiten entgegentreten, und weiterhin als Basis fE die UnterstEzung der Patienten und Aufklärung der Öffentlichkeit fungieren können wird. Ohne seinen ursprEglichen Zweck aus den Augen zu lassen, muss es dennoch auch seine zukEftige Rolle definieren.

Japans erste große Verschmutzungskatastrophe war die in der Ashio - Kupfermine Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Katastrophe wird bis heute aus verschiedenen Perspektiven erforscht und nachfolgenden Generationen vermittelt. Ich erwarte auch fE den Fall Minamata, dass dieser Eer die nächsten 200 Jahre ein Forschungsobjekt bleiben wird. Ich hoffe, dass das Museum Eer die Minamatakrankheit diese Forschungen dahingehend unterstEzen wird, in dem es seine Sammlung an Dokumenten und Zeugnissen stets erweitern wird. Man sollte ein Studienfach schaffen, das sich schwerpunktmäßig mit der Tragödie von Minamata beschäftigt und sich an BEger und Opfer gleichermaßen wendet. Als Namen dieser Disziplin schlage ich "Minamatalogie" vor. Tatsächlich beschäftigt sich die SOSHISHA mit eben diesen Dingen und sie verdient daher weiterhin unsere UnterstEzung, in Form von freiwilligen Mitarbeitern und auch durch Spenden. Die SOSHISHA ihrerseits braucht neue Pläne und Visionen fE das 21. Jahrhundert.

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