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Iwamoto Hiroki*: Die Wahrheit war bekannt

Meine Jugend

Ich wurde am 18. Januar 1923 in Messhima geboren. Mein Elternhaus war ein typisch bescheidenes, kleines Fischerhaus. Als ich in der 5. Klasse war, konnte mein Vater mit der Fischerei kein Geld mehr verdienen und zog der Arbeit wegen nach Niigata. Damals hieß die Firma noch Showa Düngemittel, heute heißt sie Showa Denko.

Früher gab es einfache und bessere Grundschulen. Bis zur Grundschule von Messhima waren es 4 Kilometer, wollte man zur besseren Schule in Yunoura, musste man 6 Kilometer zu Fuß gehen. Da es ein bergiger Weg war, musste man morgens früh aufstehen und kam abends erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause. Wahrscheinlich kommt es einem Menschen von heute so vor, als ob die Grundschüler von damals hart arbeiten mussten, aber für uns war es nicht hart. Als meine Grundschulzeit beendet war, zog mein Vater- ich hatte es ja bereits erwähnt, der Arbeit wegen nach Niigata. Als Jugendlicher begann ich dann selber ab Januar 1938 bei Showa zu arbeiten.

Da sich mein registrierter Wohnort in der Präfektur Kumamoto befand, wurde ich am 1. Dezember 1939 dorthin zum Wehrdienst eingezogen. Allerdings gefiel mir der Umgang mit den Menschen beim Militär überhaupt nicht. Da ich der Meinung war, dass das Militär nichts für mich sei, war es für mich eine ziemliche Qual, dort zu sein.

Der Truppenführer stammte aus der Präfektur Oita, seinen Namen habe ich vergessen, aber er befahl mir: "Iwamoto, geh zur Militärpolizei!". So ging ich also zur Militärpolizeischule und bestand schließlich auch die Prüfung. Die Schule war in Nakano, Tokyo und deshalb erlebte ich auch den großen Luftangriff auf Tokyo im März 1945. Ich war in der Ishihara- Volksschule im Stadtteil Gudan. Dort gab es ein Schwimmbecken, in dem sich die Leichen derer stapelten, die keinen Zufluchtsort gefunden hatten.

Am 30 März war die Militärschule beendet und ich wurde nach Korea entsandt. Dort gibt es einen Ort namens Sariuon im Heju Distrikt im Gebiet Huanghae- buk- do. Das lag zwischen Pjöngjang und Seoul. Dort arbeitete ich also und wartete auf das Ende des Krieges. Ich bemerkte das Überlegenheitsgefühl der Japaner den Koreanern gegenüber. Die Japaner hatte sämtliche Ämter in staatlichen und kommunalen Behörden inne, während die Koreaner keine höheren Posten erreichen konnten.

Am allermeisten missfiel mir die Zwangsrekrutierung von Koreanern als "japanische Bürger" für das japanische Militär. Während sie die ganze Zeit das Gefühl der Zwangsannektierung hatten, wurden sie obendrein noch gezwungen, für Japan in den Krieg zu ziehen. Als wir die Eisenbahn überwachten, haben sich Leute aus Familien, die nicht im Krieg kämpfen wollten, an die Züge gehängt, bis sich der Zug nicht mehr fortbewegen konnte. Ich habe viele derart tragische Dinge gesehen, aber ich habe während meiner Zeit beim Militär das Menschsein nicht vergessen.

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