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Soshisha Das Zentrum für die Minamatakrankheit Stimmen aus Minamata |
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Stimmen aus MinamataIwamoto Hiroki*: Die Wahrheit war bekanntDer Wiederaufbau MinamatasIch kann hier keine große Rede halten, doch möchte ich Sie alle, insbesondere die Jugend, aber auch uns Ältere dazu auffordern, sich intensiv um die Entwicklung der Gegend von Minamata und Ashikita, die leider etwas vernachlässigt worden ist, zu bemühen. P> Da wir Älteren uns langsam zurückziehen, setzen wir unsere Hoffnungen auf Sie. Was ich Ihnen mitteilen möchte ist, dass es sehr wichtig ist "die Wahrheit zu kennen". Dazu gehört auch, selbstkritisch zu sein, auch meinem Text gegenüber und sich deshalb Fragen zu stellen wie: "Ist das, was der alte Iwamoto da schreibt wirklich wahr?" "Ich möchte, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, selber Nachforschungen anstellen." "Wie ist das passiert?"Wenn man über die Minamatakrankheit nachdenkt, so handelt es sich um einen Zeitraum von nahezu 40 Jahren. Es sind die gleichen Japaner, die gleichen Bewohner von Minamata, aber sie wenden den Patienten bis heute den Rücken zu. Warum ist das so? Wenn man sich mit solchen Gedanken dem Elend der Minamatakrankheit annähert, fragt man sich schon, ob überhaupt eine Lösung gefunden werden kann. Wir sind alles Menschen - egal ob Patient oder nicht und auch wir Opfer der Minamatakrankheit und diejenigen, die damit geboren worden sind, sind Bürger Minamatas und Ashikitas und liebenswürdige Menschen. Der Niedergang Minamatas bedrückt uns Patienten genauso und wir möchten gerne dazu beitragen, dies zu ändern, denn wir lieben unsere Stadt genauso, wie jeder andere Bürger auch. Liebe Leser, bitte nehmen Sie dies zur Kenntnis. In letzter Zeit ergab sich die Gelegenheit, dass ich meine Geschichte niederschreiben konnte und das habe ich somit auch getan. Vielleicht war meine Geschichte ja auch ein bisschen lehrreich für Sie, wer weiß. Aber auf jeden Fall möchte ich Ihnen noch einmal sagen, dass mir meine Heimat, wie kaum einem anderen, am Herzen liegt. Seitdem ich hier wohne, sind zwei furchtbare Dinge passiert: Das eine war der Krieg, das andere die Minamatakrankheit. Ich werde wohl nicht mehr so lange leben, aber ich teile mich gerne jedem Menschen mit, den ich treffe, vor allem den Jugendlichen. Glücklicherweise gibt es in Japan auch eine Art Jugendparlament und dort gehe ich immer wieder gerne hin. Es hieß, dass die Soshisha auch radikale linke Gesellschaftsgruppen angezogen hätte und es deshalb vielleicht eine Entfremdung gegeben hätte. Aber so war es nicht! Es kamen viele junge Leute aus anderen Orten her, welche die Minamatakrankheit und die Menschenrechte zu einem persönlichen Anliegen machten. Sie setzten sich intensiv mit Fragen wie: "Was können wir gegen die Umweltverschmutzung tun?" auseinander. Die jungen Mitglieder der Soshisha diskutierten engagiert mit allen Leuten und freuten sich bereits, wenn sie ihr Gegenüber auch nur ein bisschen zum Nachdenken anregen konnten. "Das Minamata von morgen und das Japan von morgen" hieß die Devise dieser selbstbewussten, jungen Leute und ich bedanke mich bei ihnen! |
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