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2. Sasaki Kiyoto: Der Ausgangspunkt ist der Tod meines Vaters

Die Trennung vom Shiranuimeer

Ich möchte Ihnen meine Geschichte erzählen. Im November 1960 zog ich mit meiner Familie (4 Leute) nach Kitakyushu. "Wegziehen" sagt sich so leicht, tatsächlich war es, rückblickend gesehen, äußerst harte Arbeit. Bevor es soweit war, konnte ich abends nicht mehr einschlafen und musste dauernd nachdenken. Das Leben war ärmlich und es bestand nur aus harter Arbeit. Meine Frau und ich haben im November 1955 geheiratet, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Leben damals dermaßen hart gewesen wäre. Aber wie ich ja vorhin bereits erwähnt habe, wurde das Leben von einem Tag auf den anderen sehr mühevoll und auch mein Körper verhielt sich allmählich seltsam. Trotz starker Schmerzen in Gelenken, Knochen und Beinen, ging ich meiner Arbeit nach. Damals waren traditionelle asiatische Heilmethoden wie Akupunktur noch weit verbreitet und da diese im Gegensatz zum Krankenhaus kein Geld kosteten, unterzog ich mich einer solchen Behandlung, als die Schmerzen unerträglich wurden. Abgesehen davon, dass es mir körperlich nicht gut ging und ich meiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte, waren die Fische jetzt natürlich auch unverkäuflich.

Dies alles war ungefähr 1959 und ich erwog, meinen Beruf aufzugeben. Aber wenn man Fischer in der so und so vielten Generation ist, kann man dieses Leben nicht so einfach aufgeben und außerdem, von was hätte ich denn sonst leben können? "Wie soll ich denn nur meinen Lebensunterhalt verdienen, ich kann doch nichts anderes." Solche und ähnliche Gedanken gingen mir pausenlos durch den Kopf, aber dann dachte ich daran, dass ich ja auch nach Amakusa gehen und dort mit meinem Vater zusammen frischen Fisch fangen und verkaufen könnte. Anfangs dachte ich, dass das sehr schwierig werden würde, da ich dort niemanden kannte, aber ich machte mich dann schließlich doch eines Tages auf den Weg.

Gottseidank hatte ich dort doch 2-3 Bekannte und so bekam ich direkt ein Fischernetz. Nachdem ich das ganze Boot voller Fische hatte, fuhr ich nach Ashikita und konnte tatsächlich dort die Fische verkaufen. Ich pries sie mit lauter Stimme an, aber irgendwann konnte ich nicht mehr laut sprechen. Das war ganz schön mutig von mir.

Aber obwohl mir die Leute den Fisch abkauften, lohnte sich das nach einer Weile doch nicht mehr, denn die Treibstoffkosten wurden einfach zu hoch. Nach nur drei Monaten musste ich das Geschäft deshalb leider wieder einstellen. "Was soll ich denn jetzt bloß machen?", fragte ich mich.

Das Problem war, dass alle etwa zur gleichen Zeit die Fischerei aufgeben mussten und nun eine Arbeit an Land suchten, wo sie schließlich als Tagelöhner arbeiteten.

Aber ich hatte ja bereits erklärt, dass es mir körperlich nicht gut ging, und das ist auch der Grund, weswegen ich keine schweren Arbeiten verrichten konnte. Eines Tages konnte ich nicht mehr anders, als meiner ganzen Familie mein Herz auszuschütten. Dann beschloss ich, nach Kitakyushu zu ziehen, wo glücklicherweise die Brüder meiner Frau bereits Arbeit in einer Eisenhütte gefunden hatten. Diese haben mich ermutigt, es doch auch dort zu versuchen und sie versicherten mir, dass ich diese Arbeit bewältigen könnte und so zogen wir im November 1960 schließlich um.

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