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Soshisha Das Zentrum für die Minamatakrankheit Stimmen aus Minamata |
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Stimmen aus Minamata3. Ikoma Hideo: Jetzt bekomme ich meine Jugend wiederUnser Leben vor der MinamatakrankheitWenn die Flut zurückweicht und man am Meer angeln geht, dann kann man viele untergetauchte Muscheln und Abalone fangen. Das war schon während meiner Grundschulzeit so. Damals wohnte ich in einem Haus oberhalb des aufgeschütteten Landes an der Bucht von Fukuro. Heute stehen dort sehr viele Häuser, unterhalb war etwas Erde aufgeschüttet und dort habe ich gewohnt. Alten Berichten zufolge, standen dort früher Lagerhäuser für die Waren, die per Schiff herangeschafft worden waren.Früher gab es unter den Häusern eine Vorrichtung, in die man Krabben, Seeaale und Aale hineintun konnte. Es gab auch eine Kiste für Aale, in die man Regenwürmer setzte, die Kiste eintauchte, so dass Aale hereinschwammen. Aus Bambus bauten wir Flöße und fingen Makrelen und viele andere Fische. Am häufigsten fingen wir Krabben. Leider weiß ich nicht mehr den korrekten Namen, aber wir nannten sie Steinkrabben. Egal, man kann sie jedenfalls essen und bei Ebbe gab es sehr viele und sehr große davon. Sie waren dunkelrot und wir fingen richtig viele davon, die wir dann haufenweise in die Körbe steckten. Morgens ist immer Ebbe und die Steine kommen zum Vorschein. Die Krabben fingen wir mit der Hand, in dem wir sie unter den Steinen suchten. Da die Krabben gezackt sind, kann man sie, wenn man sie berührt, leicht erkennen. Man muss nur mit einer Hand reingreifen und sie herausholen. Wenn man sie leicht anstubst, kann man sie in der Mitte umfassen und drücken. Mit der linken Hand klemmt man sie ein, umfasst sie von hinten und zieht sie heraus. So geht das Fangen per Hand. Natürlich wird man unzählige Male gezwickt, aber ich beherrschte das Krabbenfangen sehr sicher. Ich fischte auch mit dem Aalkorb, den ich selbst gebaut hatte. Man öffnete ihn und ließ das Wasser wie einen Fluss durchfließen. Dann wartet man, bis Ebbe ist, eine sehr aufwendige Fangmethode! Damals fischte ich in der Bucht von Fukuro. Jetzt haben die ja daraus ein Naturschutzgebiet gemacht, aber man kann Forellen fangen. Ja, diese Forellenart wächst tatsächlich im Meer heran und man kann sie haufenweise fangen! Früher haben das die Fischer alles per Hand gemacht: Die Netze wurden im Kreis herumgeführt und die Forellen langsam eingekreist. Die Kinder fingen kleine Miesmuscheln. Diese können aber auch groß werden und stecken aufrecht im Sand, man muss sie dann nur noch rausziehen und kann sie dann essen. Man ging gemeinsam mit seinen Freunden und alle balgten sich um die besten Plätze. Mit dem Lernen war es dann etwas schwierig. Die Mittelschule war in der Nähe und so gingen wir Mittags zum Essen nach Hause. Wenn dann nachmittags Ebbe war, gingen wir nicht mehr in die Schule, sondern waren bis zum Abend beim Fischen. Man kann sagen, dass wir mit der Großzügigkeit des Meeres aufgewachsen sind.
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