Soshisha
Das Zentrum f・ die Minamatakrankheit
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3. Ikoma Hideo: Jetzt bekomme ich meine Jugend wieder

Die Fujisaki Isolierstation der Uni Kumamoto

Zwei Tage lang passierte so gut wie gar nichts, ab dem dritten Tag bekam ich auf Grund akuter Schmerzen Spritzen in den Lendenwirbelbereich, aber ich hatte trotzdem starke Schmerzen. Das R・kenmark war durchsichtig, aber sie fanden nichts. Etwa 10 Minuten lang wurde ich vor Schmerzen schier ・erw舁tigt, meine H舅de zitterten unkontrolliert und ich schlug mit meinen Armen um mich. Ich konnte nicht mehr sitzen, Tr舅en liefen mir ・er das Gesicht und vor Schmerzen konnte ich auch nicht schlafen.

Ich war ein gutes Versuchsobjekt f・ das Hauptkrankenhaus in Kumamoto und so brachte mich die Krankenschwester dorthin. Wenn ich heute so dar・er nachdenke, ist das wohl alles bereits geplant gewesen. Es war kein schnes Krankenhaus, sie experimentierten mit Hunden und Katzen, schnitten sie auf und verfolgten den Weg ihres Sterbens. (Nat・lich nicht im Krankenhaus direkt...) Nun ja, ich war etwas ・errascht. Ich schwieg, aber da waren noch 2 M舅ner und ich war mir da nicht so sicher, ob ich die noch einmal zu sehen bek舂e, oder nicht. So wunderte es mich auch nicht, als ich mich quasi in einem Vogelk臟ig wiederfand, eingeh・lt in ein Netz wurde u.a. mein Kopf mit elektrischen Ger舩en untersucht. Beim ersten Durchgang tat es nicht weh, ich sp・te nichts. Nach einer Stunde meinten sie, dass noch ein Durchgang gemacht werden sollte, wozu ich jetzt nicht so Lust hatte. Aber die Krankenschwester gab mir S・igkeiten und Schokolade und ・erredete mich dann doch zum mitmachen. Durch meine H舅de und F・e wurde wieder Strom geleitet, das tat zwar nicht weh, aber es war unangenehm.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber die Experimente sind wohl 3 4 Mal durchgef・rt worden. Immer wieder gab es S・igkeiten, aber irgendwann wollte ich nicht mehr und versteckte mich in einem hohlen Kampferbaum.

Mit mir zusammen kamen auch Matsunaga Kfoot_blko, Tanaka Shizuko und ihre Schwester Miko ins Krankenhaus. Dann war da noch Masuo, dessen Sohn mit Kr・ken laufen musste. Als ich ihn das erste Mal traf bei der Gedenkst舩te f・ das M臈chen (A. d. ワ.: gemeint ist Kamimura Tomoko, ein junges M臈chen, dass an der Minamatakrankheit starb), fragte ich sogleich, ob das sein Kind w舐e. Da hatte die Minamatakrankheit wohl voll zugeschlagen. Dann waren da noch Kawakami Tamano und ihr Opa, insgesamt also 7 Leute.

Die Krankenschwester, sie hie゚ Frau Hiragi, war wie eine gro゚e Schwester und Mutter zugleich und k・merte sich r・rend um uns. Lange habe ich nichts mehr von ihr gehrt, aber eines Tages fragte ich Herrn Hamamoto und erfuhr, dass sie im Kreis Shimomashiki wohnte. Sofort schlug ich im Telefonbuch nach und fand die Person an 8. Stelle. Letztes Jahr traf ich sie beim 30 j臧rigen Jubil舫m des ersten Minamataprozesses an der Gedenkst舩te des M臈chens wieder. Das ich ・erlebt habe, habe ich diesem Menschen zu verdanken.

Die medizinische Versorgung bestand in erster Linie aus Vitaminpr舊araten, Medikamente nahm ich nicht ein. Ich habe meine Kr臟te gespart, aber oftmals war ich doch j臧zornig. Manchmal waren die Vitaminpr舊arate knapp, so dass ich einen Monat lang ausschlie゚lich Gem・e bekam. Mein krperlicher und seelischer Zustand verschlechterte sich. Meine Genesung zog sich ・er Monate hin, erst nach einem Jahr hatte ich mich etwas erholt und konnte mich selbst bewegen. Allerdings konnte ich nur Reis mit Misosuppe zusammen essen, das war weich genug. Dies zog sich noch etwa ein halbes Jahr lang so hin, dann wurde es etwas besser, doch konnte ich meine Essst臙chen immer noch nicht selber halten. Aber auch diese F臧igkeit erlangte ich allm臧lich wieder und als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte ich wieder selbst舅dig essen. Doch war ich immer noch nicht vllig gesund: ab und zu zitterten meine H舅de und auch das Sprechen fiel mir zeitweise schwer.

Weiterhin hatte ich Probleme mit dem Sehen, das hat sich bis heute nicht ge舅dert, meine Augen sind schlecht geblieben.

weiter ...

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