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Soshisha Das Zentrum für die Minamatakrankheit Stimmen aus Minamata |
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Stimmen aus Minamata3. Ikoma Hideo: Jetzt bekomme ich meine Jugend wiederMeine HochzeitEndo: Ihre Frau haben Sie in Nara getroffen, nicht wahr?Sachie: Ja, wir haben im August 1967 in Minamata geheiratet und unser Sohn kam ein Jahr später zur Welt. Unsere Tochter wurde nach unserer Rückkehr nach Minamata im Jahr 1970 geboren. Hideo: Moment, wann war ich noch mal 24? Na ja, jedenfalls fiel ab 1967 das Mittagessen in der Firma flach und ich musste selber für mich kochen. Bäh, das schmeckte überhaupt nicht! (Alle müssen lachen.) Bei einem Besuch in Minamata stellte mir ein befreundeter, älterer Herr einen Bekannten vor. Dieser versprach, mir eine Frau zu suchen, damit ich nicht verhungern musste. Ich ging erst einmal zurück nach Nara. Sachie: Ich bin damals von auswärts zugezogen und arbeitete in einem Ryokan in Yunoko. Dort fand auch unser erstes, arrangiertes Treffen mit unserer Verwandtschaft im Rücken statt. Nun ja, es kam etwas anders, als erwartet. Hideo: Ich wusste gar nicht, was auf Brautschau gehen bedeutet. (Gelächter.) Sachie: Ich hatte auch noch nie davon gehört. (Wieder lachen alle.) Hideo: An besagtem Tag trafen wir (meine Leute) uns erst einmal im Haus des Sohnes des Bekannten, nachdem abgemacht worden war, dass das Treffen mit der Gegenseite abends stattfinden sollte. Ah, ich war total nervös. (muss lachen) Sachie: Na ja, man hatte nicht viel Zeit zum Nachdenken. (muss auch lachen) Hideo: Abends aßen wir alle zusammen, was die Opis bestellt haben. Es war ein lustiger Abend, aber ich kann mich gar nicht mehr an alles erinnern. Über unsere Hochzeit wurde gar nicht gesprochen, alle saßen lustig beisammen und tranken viel Bier. Endo: So, der Anlass für das Treffen rückte also etwas in den Hintergrund... (lacht.) Hideo: Na ja, wir haben uns dann schon am nächsten Tag dazu entschlossen, zu heiraten. Sachie: Ja, das ganze fand dann im August 1967 statt. Es war eigentlich keine richtige Hochzeit, alle Nachbarn kamen vorbei und wir haben ordentlich gefeiert. (A.d.Ü.: In Japan sind Hochzeiten meist eher eine ernste Angelegenheit, die Stimmung ist feierlich, aber nicht ausgelassen) Endo: Bitte entschuldigen sie, wenn ich so direkt frage, aber war Ihnen damals bekannt, dass Hideo an der Minamatakrankheit leidet? Sachie: Ja, ich hatte davon gehört. Aber meine Eltern hatten da nichts zu sagen, das war unsere eigene Entscheidung. Meine Mutter war wohl nicht so begeistert, sie wollte nicht, dass ihre Tochter einen Kranken heiratet. Sie redet eigentlich nicht schlecht über andere Menschen und ist eine ruhige Person, aber das habe ich durch Nachbarn erfahren.
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